Miteinander statt nebeneinander
Im Zuge der bundesweiten Woche der Seelischen Gesundheit 2026 veranstaltete das Berufliche Trainingszentrum (BTZ) München der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) einen Vortrags- und Netzwerkabend. Im Fokus stand das diesjährige Motto: „Miteinander statt nebeneinander – für eine Gesellschaft, in der jede Psyche zählt.“
Begrüßt wurden die Teilnehmenden von der Leiterin der bfz München, Barbara Winter, sowie der Leiterin des BTZ München, Theresa Zacherl. Beide unterstrichen die Bedeutung psychischer Gesundheit, gesellschaftlicher Teilhabe und tragfähiger Netzwerke für Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Impulse für mehr Verbundenheit
Als Gastreferentin sprach Rita Wüst, Vorstandsmitglied der Aktionsgemeinschaft der Angehörigen psychisch Erkrankter (ApK) München. In ihrem Vortrag „Gemeinsam stark statt einsam still – Warum echte Verbundenheit unsere mentale Gesundheit rettet“ beleuchtete sie die Sichtweise von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen und verdeutlichte die wichtige Rolle sozialer Beziehungen für psychische Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe.
Ein zentraler Impuls des Abends lautete: „Psychische Gesundheit wächst dort, wo Menschen sich mit sich selbst und miteinander verbunden fühlen.“ Verbundenheit sei dabei deutlich mehr als ein individuelles Bedürfnis. Sie könne Orientierung geben, Sicherheit vermitteln und Menschen in belastenden Lebenslagen stärken.
Vernetzung als wichtige Ressource
Nach dem Vortrag entwickelte sich ein intensiver fachlicher Austausch. Zu den Gästen zählten unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Referate der Landeshauptstadt München, von Versicherungsträgern, Reha-Beratungen, Jobcentern, der Agentur für Arbeit sowie weitere Netzwerkpartner.
Die Gespräche machten deutlich, dass Verbundenheit viele Ebenen umfasst: die Verbindung zu sich selbst, zu Familie und Freundeskreis, zu Kolleginnen und Kollegen sowie zur Gesellschaft als Ganzes.
Passend dazu betonte Rita Wüst: „Wenn Erfahrungen sichtbar werden, entsteht Verständnis. Und Verständnis ist die Grundlage von Teilhabe.“ Ein weiterer Gedanke des Abends fasste die Kernbotschaft treffend zusammen: „Verbundenheit ist das Gegenteil von Ausgrenzung. Sie lässt Menschen spüren: Du gehörst dazu. Du bist nicht allein.“
Mit dieser Veranstaltung wurde vom BTZ München erneut ein Zeichen für mehr Verständnis, Offenheit und gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihren Angehörigen gesetzt.





