Zielgruppe – Ziele

Das BTZ im bfz richtet sich in erster Linie an Menschen, die aufgrund einer psychischen Erkrankung ohne Arbeit sind und die nur mit Hilfe einer beruflichen und psychosozialen Förderung eingegliedert werden können. Arbeitserfahrungen oder eine berufliche Ausbildung sind von Vorteil für die Prognose, aber nicht Bedingung für die Aufnahme. Die Phase der medizinischen Rehabilitation sollte vor beginn des beruflichen Trainings abgeschlossen sein. 

Aufgenommen werden können Menschen mit folgenden Erkrankungen:

  • Schizophrenien
  • affektiven Störungen
  • Angststörungen
  • psychosomatischen Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Nicht aufgenommen werden Menschen mit

  • schwerwiegender hirnorganischer Schädigung,
  • aktiver Suchterkrankung,

da sie andere Leistungen benötigen.

Kriterium für die Aufnahme ist jedoch nicht ausschließlich die Art der psychischen Störung, entscheidend ist die fachliche Einschätzung, dass die im BTZ angebotene Hilfestellung für die berufliche Rehabilitation erfolgversprechend ist.

Diese Entscheidung wird nicht allein aufgrund von medizinischen und psychologischen Vorgutachten, sondern auch aufgrund der gemeinsamen Informations- und Beratungsgespräche im BTZ Kempten getroffen.


Das Ziel des Beruflichen Trainings  ist in erster Linie die Wiedereingliederung der Teilnehmer auf dem ersten Arbeitsmarkt. Stellt sich im Rahmen der Arbeitsanamnese bzw. im Verlauf der Trainings heraus, dass die Teilnehmer aufgrund ihrer Störung der Belastung des normalen betrieblichen Alltags nicht gewachsen sind, muss ggf. die Erschließung von teilgeschützten Arbeitsplätzen angestrebt werden.

Falls die vorhandene berufliche Qualifizierung der Teilnehmer für einen Arbeitsplatz nicht ausreichend erscheint, kann im Einzelfall auch in Absprache mit dem Leistungsträger z. B. die Umschulung bzw. eine Anpassungsqualifizierung im Anschluss an das BTZ angestrebt werden.

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